Freitag, 3. August 2018

Zwischen Sanddühnen und der Autobahn (Teil 2 - Turkmenistan 02.08)

Gestern sind wir bei Dunkelheit und fürchterlich schlechter Straßen in einem Trucker Motel eingekehrt. Heute fahren wir auf den gleichen turkmenischen Straße weiter. Die schnellen Fahrbewegungen und Bremsmanöver stören schon lange keinen mehr. Auch das eine oder andere Schlagloch wird getroffen und hin und wieder hören wir ein Kratzen unter uns. Aber alles läuft und wir machen gut Strecke, denn wir wollen schleunigst zur Grenze.

Bum. Krach. Klong. Klong. Klong. Klong.

Mir läuft es kalt über den Buckel runter, ich konnte den letzten Loch nicht mehr rechtzeitig ausweichen und uns hat es hinten rechts voll erwischt. Schnell schnell an den Straßenrand.

Wir steigen aus. Ich will gar nicht hinsehen muss aber wohl. Nur da ist nichts, der Reifen ist noch da und er hat auch noch Luft, alles sieht gut aus und wir sehen keinen Grund für das Klong. Klong. 

Wir fahren ein paar Meter. Etwas schleift. Wir holen den Wagenheber raus und sehen weiter nach. Hinter dem Rad finden wir das verbäulte Kofferraumblech. Die genaue Ursache ist uns nicht so ganz klar. Wir glauben auch das sie schon länger da ist da die Schleifspuren alt erscheinendas. Mir geht es wieder besser und mir ist nicht mehr so schlecht.


Wir sichern das Auto. Der Wagenheber sinkt immer wieder im Sand ein. Wir sammeln Müll und Teile von der Autobahn und bauen ein Fundament. Dann beginnen die Blecharbeiten. Ein Hammer. Ein Hammer ist das absolut wichtigste Werkzeug. Wumm. Wumm. Wumm. Alles wieder gerade. Oder besser gerade genug. Den Rest machen wir morgen im Hotel.



So, also in Summe hatten wir bis heute 5 Reparaturen in zwei einhalb Wochen und 8800 km. Bis 17000 km fehlen uns also noch 6. Mal sehen was noch passiert. Andere Team haben schon 28 Reparaturen oder sind gar frontal in Sanddühnen reingesprungen.

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