Dienstag, 21. August 2018

Allllsooooo (19.08-21.08)

Team Swiss hat nach Ihrer Reise durch die Mongolei im Konvoi folgende Bilanz gezogen:

3x Dachträger abgerissen / 1x Fahrradhalterung abgefallen / 1x Reifen zerfetzt / 1x Motor mit Wasser vollgelaufen / 1x Unterbodenschutz abgefallen / 1x Auspuff zerbrochen / 1x Thermostat defekt / 1x Ölwanne aufgerissen 

Wir konnten keinen finden der zu unserem Zeitplan passt uns so viele Teile können bei uns ja gar nicht kaputt gehen. Oder?



Da wir langsamer fahren als die meisten Teams war unser Plan einfach, dass sollte etwas passieren, irgendwann ein Team kommen wird das uns helfen kann. Zwei Dinge haben wir dabei nicht bedacht (a) hier gilt irgendwie jeder hilft jedem sobald man die Motorhaube oben hat, und sei es nur um zu kühlen, dauert es nich lange und ein "big ass 4x4" bietet Hilfe an. Und  (b) die Wege sind so verzweigt das man super leicht aneinander vorbeifahren kann, super leicht!

Aber hey wisst ihr was. Wir sind es gewesen die einen dreier Konvoi am Strassenrad aufgefunden haben. BTW: Straßenrand ist hier ein weigefasster Begriff, in Summe waren wir vier Autos auf vier Spuren und es waren noch acht Pisten frei. Wie auch immer bei einem der Teams hat die Benzinpumpe gezickt und da wir ja nun Experten dafür sind haben wir das Ding zerlegt, mit Draht verstärkt und wieder zusammengebaut. Zwei mal. Aber dann hat es gepasst und wir waren ein stolzes Pannenhilfeteam.

Ca. 20 Minuten später hat unsere eigene Pumpe, oder besser die Halterung die wir vor mehr als  9000km gebaut haben, den Geist aufgegeben, aber wir wahren ja schon voll in Fahrt und der Fix dauerte nur 20 weiter Minuten.

Am Abend hatten wir san einen der besten Campingplätze bis jetzt. Und wir hatten ein Essen mit  Nudeln und Sugo, also etwas mit weniger als 98% Fleischanteil. Genial. Ach ja und es gab keinen Handyempfang.


Unser der Morgen war ... ach seht selbst:


Unseren Konvoi haben wir, wegen eine "Abkürzung" durch ein Flussbett mit Massen an Sand trotzt genialer Fahrmanöver von Mike und daher ohne viel Anschieben, verloren. Wir sind aber guter Ding und fahren weiter. Unsere Dachbox wandert 20cm bricht aber nicht. Wir finden Benzin der sich unterm Tank sammelt. In einem kleinen Supermarkt - zur Verstärkung - in einem KLEINEN Supermarkt finden wir total unerwartet einen 2 Komponentenkleber. Am darauf folgenden Abend entstehen folgende Bilder:




Der Fix war genial. Ein Schrauben aus dem Spaten in den Tank rein, etwas Kleber drum rum und gut ist es. Mike's Idee! Am Morgen danach war auch die Landschaft so wie das Gefühl nachdem der Tank wieder dicht war. 



Heute am 21.08.2018 um ca. 16:00 habe ich die Schraube, bei einem schnellen Abbiegemanöver über eine Busspur mit Hubbeln im Abendverkehr von Ulaanbaatar, wieder entfernt. Unwissentlich haben wir dann quer durch die halbe Stadt mit  1,3 Mio. Einwohnern eine Benzinspur gezogen. Und wisst ihr was: die Leute haben uns diesen mal nicht gewuncken weil wir coole Mongol Rallieres sind.

Im Schneckentempo, weil 1,5 Mio Leute auf der Straße sind, steuern wir also den nächsten Parkplatz an. 20 Minuten später wuseln wir drei ums Auto herum. Wagenheber raus. Unterstelkböcke raus. Mike unters Auto. Finger drauf. Spax rein. Und dann suchen wir das ganze Auto nach dem nächst größerem Blechtreiber ab. Wir finden ihm im Armaturenbrett und schleppen uns nervenaufreibende km bis zum "chinggis khan" Hotel. Wir haben zwei Klos, ein Zimmer mit Betten, eines mit TV und wir haben Rabatt bekommen. Den Tank haben wir auch wieder geflickt. Mit mehr Kleber. 

So jetzt noch 570km und wir sind am Ziel. Ach ja und dann noch die 7900km zurück. 

Reifen haben wir auch wieder einen gebraucht, den mir der original Luft aus 1994. Das macht bis jetzt drei. Die Luft aus 1994 haben wie aber noch. 

2 Kommentare:

  1. Also Marlene weiß jetzt wo sie ihr Auto in Zukunft reparieren lässt, oder doch nicht 😁

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    1. Du denkst sicher anders wenn wir mit den Feuerzeug beginnen Kabelbinder zu schmelzen, um den Benzintank zu flicken. But hey it works - for tonight at least.

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