Freitag, 27. Juli 2018

Michael Österreich (26.07)

Wir wachen im Hotel auf. Die Klimaanlage ist aus, aber irgendwer schaltet sie wieder ein und es fühlt sich sofort besser an. Leider müssen wir diesen Ort auch wieder verlassen.

Wir stehen kurz vor der Georgischen Grenze und sind schon gespannt was uns dort erwartet. Gehört haben wir das dieser Übergang sehr klein ist und es ewig dauern kann.


Wir fahren also auf die Grenze zu, ein Typ deutet uns an nach links zu fahren, weg von der Grenze. Wir gehorchen und sind wieder am Weg ins Hotel. Hmm, da ist wohl etwas falsch gelaufen. Zweiter Anlauf. Der Typ deutet wieder, kann sich aber wohl an uns erinnern - warum bloß, wir fallen doch fast nicht auf, der neue Iveco Grill den wir neben der Straße gefunden haben und der jetzt unseren Schlitten ziert kann doch nicht so auffallend sein. Egal, der Typ erinnert sich also und gibt scheinbar genervt genauere Signale. Er will das sich die Autoschlange zur Grenze so nach links biegt. Ok, alles klar. Wir werden zu einer Kreisfahrt genötigt, stehen nun genauso wie vorher, aber alle sind glücklich.

Nur der Fahrer darf im Auto bleiben, alle anderen müssen zu Fuß über die Grenze. Davon haben wir aber auch schon gehört und verstehen daher die Handzeichen sofort.

Felix und ich laufen also all den anderen Menschen nach und landen in einer Wellblechhütte. An der Decke hängen unzählige Ventilatoren, die Klimaanlagen brummen und es tropfen zwischen den Ventilatoren herab. Verstreut stehen kleine Hütten in denen immer zwei Zöllner zwei Reisende bedienen. Dazwischen pressen Pferche die Menschen in die richtigen Bahnen. Ich würde gerne sagen geordnet, funktionell und effizient aber das Bild das sich einbrennt ist ein anderes. 

Die Passkontrolle selbst ist auf beiden Seiten kein Problem. Wir haben nun schon so viele Dokumente und Stempel, das wir uns die zwei neuen kaum mehr ansehen. Nach der Grenze kaufen wir eine Haftpflichtversicherung. Unser "citroen ax 11" ist nun auf Herrn "Michael Österreich" versichert.


Wir essen eine Kleinigkeit, spazieren nochmal zum Meer und machen uns auf den Weg. 


Der Stadtverkehr und die unsägliche Hitze zährt an uns und an Tiny. Wir versuchen mit so viel Fahrtwind und so wenig Stops wie möglich durch zu kommen. In anderen Worten wir hupen, kämpfen um jeden Platz und wenden auch sonst jeden Trick an den wir in der Türkei gelernt haben. 

Geschafft wir sind draußen. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn die nachste Stadt ist auch schon da. Der Unterbodenschutz muss raus. Also ran an den Pannenstreifen, 17er raus und ab unters Auto. Es dauert nicht lange da informiert uns Felix das die Polizei hinter uns geparkt hat. Aber alles gut, sie sind freundlich und wollen nur helfen. Mike quatscht mit ihnen während ich weiter schraube. Mike erzählt dann später das der Polizist ihm zum Schluss alles gute gewunscht hat und ihm auf die Schulter geklopft hat. Mike konnte diese Chance nicht vorrüber  gehen lassen und hat dem Polizisten mit einem festen "will Do" auch auf die Schulter geklopft. Es gibt leider kein Foto aber das breite Grinsen mit dem Mike die Geschichte erzählt ist Gold wert.

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