Mittwoch, 25. Juli 2018

Landschaft zum abwinken (24.07)

640km in einem Tag von Karpadokien bis nach Bayburt. Unserem vierten Teammitglied geht es nun wieder sehr gut. Wir fahren Berge rauf und runter und nichts kann uns aufhalten. Andere Teams stehen mit Neuwahlen schon das dritte Mal, Gott sei Dank hat unsere Dachbox noch genug Holz das man drauf klopfen kann. 

Und ich muss euch sagen bei all den Bergen da gibt es einiges viel Landschaft zu sehen und nach jeder Berg ist irgendwas anders. Zuerst trocken und nichts, dann trocken und ein paar Weizenfelder, dann vereinzelt grün, bis hin zum anderen Ende der Türkei wo man sogar wieder Heu erntet.






Mit dem Land verändert sich auch die Leute wir kommen immer weiter aus den Städten raus, die hippen spitzen vollen Kinnbärte werden weniger, man trägt Schnauzer oder Vollbart. Die Frauen sind verhüllt. Die Blicke sind grimmig. Wir kämpfen wieder mit den Bildern in unseren Köpfen, finden aber eine Lösung: Mundwinkel hoch, freundlich winken und schon werden die grimmigen Gegensacher zu staunenden Gesichtern die freundlich zurück winken. Und das funktionierte jeden mal, egal ob auf der Tanke oder ob in einem Dorf in 2300m. Faszinierend. Ich habe immer noch die Bilder aus den Medien im Kopf aber sie werden schwächer.

Wir sind etwas geschafft und es wird uns fast wieder zu eng, aber wir schaffen es diesmal wirklich aus der Stadt raus um wild zu campen. Bis jetzt hatten wir immer den Fehler gemacht eine Stadt anzusteuern und dort ist nix mit campen. Wir stehen zwar etwas blöd direkt neben der Hauptstraße sind aber etwas geschützt. An der anderen Seite vom Berg fährt nich ein Traktor rum. Wir kochen Eintopf uns schlafen fast alle gut. Ich denke an Bären, Füchse und wilde Hunde aber wisst ihr was keiner von denen kommt, nur ein Vogel scheißt Tiny an, das liegt aber wohl daran, dass wir unter den Starkstrommasten stehen und nicht an der ungebändigten Natur.



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